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Antworten auf brennende Fragen

Die Antworten zeigen eine positive christliche Lebenseinstellung auf. Sie sind jedoch unvollständige Anregungen.

«Wir sind auf Erden, um Gott zu dienen und dadurch in den Himmel zu kommen», heisst es im katholischen Katechismus.
Wir sind vom Vaterhaus ausgegangen, wie das Gleichnis vom Verlorenen Sohn uns lehrt, und Gott wartet, bis wir unsere Situation erkennen und wieder mit allen Kräften Ihm zustreben.

Durch alle Lebenserfahrungen können wir Menschen seelisch-geistig reifen. Je mehr wir uns mit Gutem, Edlem, Reinem und Heiligem befassen und nach Vervollkommnung streben, desto positiver entwickelt sich unser Wesen. Wir werden mit unserer liebevollen Gesinnung Helfer für unsere Mitmenschen. Und darin liegt der tiefste Sinn unseres Seins überhaupt: Wir sollen das Gute in der ganzen Schöpfung vermehren durch edle Gedanken, gute Worte und Taten der Nächstenliebe. So können wir das erste Gebot immer besser erfüllen: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus ganzem Herzen, mit all deiner Kraft und mit ganzem Gemüt.»

In jedem Menschen ist ein ewiger Funke Gottes. Der Mensch lebt als geistig-seelisches Wesen in einem materiellen Körper. Beim Sterben verlässt das geistige Wesen den Körper und darf in jene Wohnung eingehen, die es sich seiner geistigen Kraft entsprechend verdient. Christus spricht: «Im Hause Meines Vaters sind viele Wohnungen.» In jeder Religion und in den Naturvölkern ist das Wissen um ein Weiterleben nach dem Tod eine Selbstverständlichkeit.

In Anbetracht von so viel Leid, Krieg und Not könnte dich Resignation, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit befallen. Du könntest denken: Warum lerne ich? Warum kämpfe ich mich von Prüfung zu Prüfung? Es hat doch alles keinen Sinn!

Deine Zukunftsaussichten sind gut, wenn du dir bewusst bist, dass deine wirkliche Zukunft eine unendliche Zeit ist in der Ewigkeit Gottes.

Die Prüfungen und Schicksale im Leben sind uns zugemessen, um im Ringen um das Gute und im Aushalten von schweren Tagen unsere Kräfte zu stärken und Gott die Treue zu erweisen. Damit wirst du gerade in dieser schwierigen Zeit deinen Mitmenschen zum Beispiel, indem sie deine Hoffnung und Zuversicht sehen auf ein sinnerfülltes, schönes Leben

Alles, was du im Namen Gottes tust, gereicht dir jetzt und dereinst nach dem Sterben zum schönsten Segen. Was du auf Erden in Liebe begonnen hast, kannst du im Himmel in der reinsten Freude und Vollkommenheit fortführen. Was du dir in Zeiten der Bedrängnis durch Arbeit und Gebet erworben hast, gereicht dir in der Not zur wahren Hilfe.

Sei stets zuversichtlich und guten Mutes. Lass dich vom Geist der Resignation und der Hoffnungslosigkeit niemals anstecken! Wenn du diese Ratschläge befolgst, wirst du weniger ungeduldig und unruhig. Du wirst nie an den Widersprüchen dieser Zeit verzweifeln. Du bist weniger Gefühlsschwankungen unterworfen. Du wirst von einer gesund machenden inneren Freude erfüllt.

Im Wort zufrieden steckt doch der Friede. Damit Friede in unser Herz einkehrt, gilt es einige Bedingungen zu erfüllen: Schaffe zuerst Ruhe und Ordnung in dir. Dann verbinde dich mit Gott, indem du Seine Gebote hältst; sie sind dir sichere Wegweiser. Dann bemühe dich um eine Haltung der Dankbarkeit, denn so vieles schenkt uns der Himmel. Wenn du in dir Ruhe und Ordnung verspürst, dich bemühst, nach den Geboten zu leben, dankbar bist für alle Gaben, dann hat dein Beten Kraft. Gott wird dir deine Liebe reichlich lohnen.

«Willst du glücklich sein im Leben,
trage bei zu andrer Glück,
denn die Freude, die wir geben,
kehrt ins eigne Herz zurück.»

Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Am besten überwinde ich Schwächen, indem ich mich an meinen Stärken erfreue und sie weiter vervollkommne, sei es in der Musik, im Sport, im Leistungsbereich Schule und Arbeit wie im sozialen Bereich und der emotionalen Intelligenz.

«Sich freuen, an dem, was man hat, und sich nicht ärgern über das, was man nicht hat, das ist das Geheimnis der Freude», schreibt Emil Meier. Ja, die Freude ist die Grundlage zu jedem Erfolg. Freude schenkt Lockerheit, Kraft und Mut. Freude belebt das Gemüt, die Seele. Freude durchströmt unser ganzes Sein mit positiver Energie.

Ich darf mich nicht ärgern über meine Schwächen, denn Ärger ist wie Kurzschluss beim Strom. Er frisst in kurzen Momenten unsere Energie und es dauert Tage, bis wir sie zurück gewonnen haben.

Ich nehme eine Schwäche vor und bitte meine Engel um Hilfe. Dann lege ich mir in Gedanken Schritte der Besserung zurecht und spreche vor dem Einschlafen sehr bewusst mehrere Male in meine Seele:

Ich weiss, dank der göttlichen Kraft und der Hilfe meiner Engel kann ich immer besser schweigen. Ruhe und Friede kehren in mich ein und machen mich gelassen und ausgeglichen.

Bei einer andern Schwäche ändere ich den zweiten Teil der Suggestion. Entscheidend ist, dass ich nicht die Schwäche nenne, sondern das Ziel, den Zustand, den ich erreichen will. Nur positive Worte dürfen gesprochen werden, denn was wir in die Seele legen, strebet nach Verwirklichung. Spreche ich: Ich habe keine Angst mehr, so ist eben die Angst in die Seele gepflanzt und wird weiter wachsen.

Es gibt zweierlei Lernen; das Lernen für Schule und Beruf, also ein Aneignen von Wissen und Fertigkeiten und das Lernen fürs Leben, das positive Entfalten unserer Persönlichkeit.

Für jedes Lernen sind unser aufrichtiges Wollen, unser Fleiss und unsere Ausdauer wichtig. Mit welchem Eifer der Mensch von Natur aus lernt, zeigen uns kleine Kinder. Sie beobachten, ahmen nach, entdecken und wiederholen, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Sie verausgaben sich voll und ganz und schöpfen im Ruhen neue Kraft.

Ruhe und Ordnung sind entscheidend, dass eine Konzentration möglich wird bei der alle Sinne, Gedanken und Gemütskräfte so aufs Wesentliche gebündelt sind, dass alles Andere um uns entschwindet. Andere wesentliche Voraussetzungen fürs Lernen sind das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, das Interesse am Lerngegenstand und die Freude an jedem kleinen Erfolg.

Eine ganz wertvolle Lernhilfe erhalten wir im Wissen um die Wirkungsweise des Unterbewusstseins. Grundlegend ist dabei das positive Denken. Am besten Lernen wir, wenn wir mit Kopf, Herz und Hand dabei sind.

Auf das praktische Lernen einzugehen würde viel zu weit führen.

Im Lernen fürs Leben sind Religion, Familie und gute Freunde eine grosse Hilfe. Wir dürfen davon ausgehen, dass alle Vorkommnisse im Leben, die kleinen alltäglichen, wie grossen Schicksalsschläge, uns zugemessen sind aus der gütigen Allmacht Gottes. Nichts ist zufällig. Alles macht Sinn!

Jeder Mensch sehnt sich nach Freunden, nach Gleichgesinnten, die uns annehmen, uns gerne mögen, unsere Ansichten teilen und gleiche Interessen haben. Ob ich Freunde finde hängt stark von mir selber ab. Kann ich auf andere zugehen? Höre ich ihnen zu? Mag ich einen Spass ertragen? Bin ich schnell beleidigt? Urteile und verurteile ich oft oder kann ich eine andere Meinung stehen lassen ohne meine Meinung als die einzig Richtige zu propagieren? Rede ich hinten herum Schlechtes über die, welche nicht anwesend sind oder nehme ich Abwesende und Schwächere in Schutz? Wie bin ich in der Gruppe? Bringe ich Ideen ein oder habe ich keine? Kritisiere ich meist die Ideen anderer?

Wenn ich über mich kritisch nachdenke und mich dann verbessere, so werde ich für andere sympathisch, so strahle ich positiv gewinnend aus. Die andern spüren das unbewusst und finden dich gut. «Gedanken sind Kräfte», lehrte uns Paul Kuhn.

«Wie du in den Wald hinein rufst, so tönt es zurück», spricht der Volksmund und meint damit das Gesetz der Resonanz. Wahre Freundschaft wächst langsam heran.

Freund bleibst du aber nur, wenn du Geheimnisse wahren kannst und wenn du dich dann als Freund erweist mit einem offenen Ohr und mit Rat und Tat, wenn es deinem Freund nicht gut geht.

Geh ohne Vorurteile auf die Menschen zu. Höre was sie sprechen, ohne sofort deinen «Senf» dazu zu geben. Mach mit, wenn du aufgefordert wirst. Gib nach Misserfolgen nicht auf! Spüre, wie es andern geht, fühle dich in ihre Lage ein. Dann entstehen Verbindungen und bald sind deine Meinung und dein Rat gefragt. Wenn jemand falsche Wege gehen will, so sag in Ruhe und Klarheit deine Meinung.

Weißt du, dass Engel unsere himmlischen Freunde sein wollen? Und weisst du, wie kostbar diese Freunde sind? Sie streben mit aller Kraft danach, uns das Gute ins Herz zu legen, uns vor dem Bösen zu mahnen, uns zu behüten und ans Ziel zu führen, welches das ewige Leben im Himmel ist.

Dies ist eine wunderbare Fragestellung, eine edler Wunsch.

1. Glaube ist und bleibt Glaubenssache.
Glaube ist eine Gnade; das heisst ein Geschenk Gottes.
So kann man mit dem Glauben nie leichtfertig umgehen und noch viel weniger darf man andern seinen Glauben aufdrücken, einreden oder gar aufzwingen wollen.

Glaube ist eine wunderbare Blume, die nur wächst, wenn man ihr guten Boden, Licht, Wärme, Luft und genügend Platz zur Entfaltung schenkt.

Gott sei Dank ist es so, dass es nicht einfach einen richtigen Glauben gibt. Es gibt viele gute Gemeinschaften, die aus ganzem Herzen das tun, was sie als richtig erkennen. Sie lieben Gott, sie sind dankbar, sie lieben den Nächsten wie sich selbst und somit tun sie das Beste. 

Wenn ich andere wirklich zum Glauben führen will, so muss der Glaube zuerst in mir zum Leben erblüht sein. Aus der Blüte reifen Früchte heran. Sind diese Früchte schmackhaft, so möchten andere auch davon essen! Das eigene gute Beispiel ist entscheidend, unsere Taten und nicht unsere frommen Worte. Viele können schön reden und schreiben. Doch Christus gab das Gleichnis vom Baum mit den guten Früchten. "An den Früchten werdet ihr sie erkennen."

Weiter dürfen wir beten, also Gott und seine Engel bitten für andere Menschen, dass er ihnen die Gnade des Glaubens erweckt.

Es ist auch erlaubt, ein guter Zuhörer zu sein und im richtigen Moment mal einen kleinen Gedanken einzubringen. Dies aber aus echter Liebe und nicht in der Hoffnung, dass ich jemanden für meinen Glauben gewinnen kann, um der Schar einen zuzählen zu können.

Unser Wollen darf einzig ein Dienst sein für diesen Menschen aus Liebe, nicht aus Berechnung. 

Ja, wenn wir glauben, so haben wir die Aufgabe für alle Menschen zu beten und in der Liebe zu allen Menschen zu wachsen, dass unser Baum gute Früchte bringt und damit Segen für die ganze Welt.

Einzig die Liebe kann Gutes bewirken.

Ich wünsche Ihnen in diesem Sinne viel Freude, Liebe, Kraft und Segen, damit ihr Leben gut gelingt.

Der Himmlische Vater hat den Menschen geschaffen nach Seinem Ebenbilde. Er hat jedem die unsterbliche Seele eingehaucht, Talente gegeben und Aufgaben in die Seele gelegt. In jedem Menschen können das Gute und das Böse wirken. Wir leben auf der Erde im Spannungsfeld zwischen oben und unten, zwischen Himmel und Hölle. Wir reifen, indem wir das Gute tun und wir reifen, indem wir mit Schwächen zu kämpfen haben und sie mit Gottes Hilfe unter grosser Anstrengung überwinden oder zumindest im Zaune halten.

Und nun die Kernfrage: Wer hat dem Menschen die Sexualkraft gegeben?

Wie alle andern Triebe und Talente ist auch die Geschlechtskraft ein Geschenk Gottes. Mit dieser Schöpfergabe darf der Mensch mitwirken an der Schöpfung. Aus der Einswerdung von Mann und Frau darf ein Kind, eine Neuschöpfung werden! Welch grosse Macht und Verantwortung hat Gott damit in unsere Hände gelegt. Unser Charakter ist entscheidend, ob glückliche Seelen das Licht der Welt erblicken oder belastete.

Der Geschlechtstrieb gehört zu den grössten Kräften im Menschen. Der Umgang mit dieser gewaltigen Schöpferkraft macht uns Menschen aber am meisten zu schaffen. Statt verbunden mit der göttlichen Liebe zum grossen Segen des Menschengeschlechtes, wird dieser Trieb oft als ekstatische Lustempfindung missbraucht und degradiert bis zum seichten, kurzlebigen Vergnügen.

Von klein auf sollen wir in den einfacheren Triebbereichen das Streben zum Guten, zum Verzicht, zur Ordnung, zum rechten Mass einüben und auch mit einer christlichen Geisteshaltung bestärken. Dann gelingt es uns auch, mit dem Geschlechtstrieb achtsam umzugehen und diese Schöpferkraft für das Weitergeben des Lebens in Reinheit einzusetzen. Dies kann uns nur gelingen, wenn wir uns in Gedanken, im Sehen, im Sprechen und in der Tat um Reinheit bemühen und uns von allem Schmutzigen abwenden. Dieser heilige Schöpfertrieb darf nicht entgleiten und in den Sumpf der Primitivität, in die Gosse absinken.

Es gibt keine grössere Intimität, keine intensivere Bindung als das Einswerden in der uneingeschränkten Hingabe von Mann und Frau. Dabei tauschen sich auch Seelenkräfte aus und es entsteht eine seelisch-geistige Verbindung. Deshalb hat Gott als Rahmen für diesen Schöpfungsakt die Eheschliessung mit Seinem Segen zum unwiderruflichen Sakrament (Gnadenhandlung Gottes) erhoben.

Die Liebe zwischen zwei Menschen hat das biologische Ziel, die Art zu erhalten, also sich fortzupflanzen und dieses Ziel können gleichgeschlechtliche Paare nicht erfüllen. Dann hat die Liebesvereinigung von Mann und Frau auch den Zweck sich gegenseitig zu beschenken. Daraus soll neue Kraft für den Alltag erwachsen. Die Paare sollen immer mehr und inniger miteinander eins werden. Liebe fördert auch die gegenseitige Entfaltung und den gegenseitigen Beistand.

Damit das kleine Kind optimale Voraussetzungen zu seiner Entwicklung hat, sollten Vater und Mutter gemeinsam liebend fürs leibliche Wohl, aber genauso für das seelisch-geistige Wohl des Kindes sorgen. Geborgenheit und eine gesunde Lebenskraft entwickeln sich im Kinde durch erlebtes Vertrauen, durch empfundene Liebe und Dankbarkeit; also durch das Vorleben erstrebenswerter Werte.

Liebe kommt aus Gott uns Menschen zu. Wir Menschen dürfen diese Liebe aufnehmen und weiter schenken. Liebe kann nur in der Reinheit des Herzens erhalten bleiben und sich vermehren. Die Liebe ist an Gesetzmässigkeiten des Guten gebunden oder sie verschwindet. Demnach gibt es keine Liebe losgelöst von Moral. Gottes Wille ist es, dass die Verbindung von zwei Menschen aus Liebe geschieht und die Möglichkeit der Fortpflanzung beinhaltet. Liebe sagt nie ich, sondern du oder wir. Liebe ist auch bereit zur Aufopferung. Denken wir da als erstes an die Mutterliebe.

Etwas anderes ist Freundschaft. Sie ist ein Bund auf Zeit und kann und soll sehr wohl unter gleichgeschlechtlichen Wesen erblühen. Jede Frau sollte eine gute Freundin haben, mit der sie über alles sprechen kann. Jeder Mann sollte einen besten Freund haben. Freundschaft heisst nicht, dass man sich in allem einfach recht gibt, sondern, dass man einander jederzeit mit Rat und Tat beisteht und auch die ehrliche Meinung zu einer Sache vertritt, wenn der Freund eine gegenteilige Meinung hat. Eine Freundschaft kann voll der Liebe sein. Die Liebe hat aber in der Freundschaft eine andere Aufgabe und eine andere Ausprägung. Es geht also nicht um körperliche Liebe. 

Wenn eine gleichgeschlechtliche Freundschaft den Schritt zur körperlichen Liebe vollzieht, dann ist dies von der Natur aus betrachtet eine Fehlleitung. Was ist zu tun, wenn alle Gefühle und die Lust uns auf diesen falschen Weg ziehen? Dann ist unser Geist gefordert. Der Geist kann die Situation analysieren und Schlüsse ziehen, wie ich es oben getan habe. Viele Menschen haben ein Opferleben. Denken wir an Gelähmte, an Krebskranke, Süchtige. Dürfen wir dem Alkoholiker seine Sucht zugestehen oder kommen dann er selbst und auch andere direkt oder indirekt zu Schaden?

Menschen, die sich zu gleichgeschlechtlicher Liebe hingezogen fühlen, sollen sich zuerst prüfen, ob dies durch Bewusstmachung der Situation und durch therapeutische oder seelsorgerische Hilfe lösbar ist. Oft ist dies wirklich lösbar. Wenn nicht, so haben wir einen Auftrag, diese Neigung nicht auszuleben, und eben wohl gute Freunde zu haben, aber nicht in ein sexuelles Abenteuer abzugleiten, das der universellen Ordnung zuwiderläuft. Denken wir zurück in der Weltgeschichte, so stieg in Wohlstandgesellschaften immer der Anteil gleichgeschlechtlicher Paare deutlich an, bevor diese Kulturen wieder zerfielen.

Aus seelsorgerischer Sicht sind die Menschen mit einer Neigung zur gleichgeschlechtlichen Liebe genauso wertvolle Menschen wie alle andern. Jeder Mensch hat seine Stärken und jeder  hat seine Schattenseiten. Diese Menschen verdienen unsere vollkommene menschliche Anerkennung. Doch ihre Neigung dürfen wir nicht als gleichwertig betrachten wie die Anziehung zwischen Mann und Frau. Die Liebe zwischen Mann und Frau hat den schöpferischen Zweck der Fortpflanzung. Auch in der ehelichen Liebe gibt es eine Ordnung und Regeln, die einzuhalten sind. Auch dort gibt und gab es schon immer viel Ungutes. Auch dort ist die wahrhafte Liebe, die gibt ohne zu fordern, oberstes Gebot! 

«Wer sucht, der findet. Wer anklopft, dem wird aufgetan. Wer bittet, der empfängt.» Fast alle unguten Neigungen können in der Liebe Gottes und mit Seiner Hilfe umgewandelt werden in reine Lebenskraft. Und für alle Fehlleitungen jeder Art, die wir in diesem Leben nicht zu ändern vermögen, gibt Gott uns die Kraft, sie in Liebe und Geduld zu tragen und im  Zaume zu halten. Der zum Diebstahl Getriebene darf seine Neigung auch nicht ausleben. Der zur Wut neigende hat auch nicht das Recht, andere zu prügeln aus Frust. Der Drogensüchtige verdient unsere ganze Liebe und Fürsorge, aber dennoch dürfen wir seine Sucht nicht als normal betrachten. 

In der Bibel wird diese Unterscheidung wie folgt gemacht: «Gott liebt den Sünder, aber er verabscheut die Sünde.» Was ist Sünde? Absonderung von Gott. Durch Fehlentwicklungen verlassen wir den Einflussbereich Gottes und entfernen uns von Seinem Licht. Wir sollen beten und bitten, dass wir selbst, unsere Freunde, unsere Feinde und die ganze Menschheit genesen dürfen von ihren Schwächen und Fehlern. Beten, dass das Reich Gottes immer mehr in uns verwirklicht werden kann. Bitten, dass es ein Aufblühen der Schöpfung gibt und alles wieder in die ewige, herrliche Ordnung des Vaters zurück findet.

Jederzeit darf persönliche Hilfe angefordert werden.

Das Zusammenleben vor der Ehe ist nicht erlaubt. Es ist eine Sünde vor Gott. Der Mensch, welcher sich das, was in die Ehe gehört, selbst nimmt, ohne zuvor durch das Sakrament der Ehe geheiligt zu sein ist wie einer, der ein grosses Erbe einfach ausschlägt, weil er nicht ein Jahr darauf warten kann. 

Mann und Frau sind geradezu berufen durch die Liebe, welche Körper und Seele vereint, Mitarbeiter in der Schöpfung Gottes zu sein. Für dieses hohe „Amt“ für diese hohe Würde möchte uns Gott Seinen Segen und Seine Liebe schenken, damit das Beste daraus werden kann. Haben es die werdenden Kinder nicht verdient unter besten Voraussetzungen gezeugt zu werden: Im Segen Gottes, in der reinen Liebe, im Wunsch der Herzen und der Bereitschaft für ein Kind?! 

Welche Belastungen nehmen die Partner auf sich, wenn sie einfach um ihrer Lust willen sich über die Gebote, welche wertvolle Wegweiser sind, hinwegsetzen!
Sie meinen, das Leben zu geniessen und stellen sich dabei neue Hürden auf. Unseren Verstand können wir betrügen, indem wir uns einreden: Das macht doch nichts. Das ist mir schon erlaubt und es bringt mir so viel Glück und Freude. Doch unsere Seele nimmt die volle Wahrheit wahr und verändert sich mit unserem Tun, positiv oder negativ! Dazu kommt, dass bei diesen gestohlenen Früchten immer für Verhinderung gesorgt werden muss, dass ja kein Kind entsteht. Diese Verhinderungspolitik hinterlässt in der Seele und dann auch im Körper ihre tiefen Spuren. Geist, Seele und Körper tun wir Gewalt an. Die Natur des Menschen wird gestört und dies hat immer Folgen. Und wir entfernen uns von den Liebestrahlen Gottes, so wie Adam und Eva sich versteckten, als sie im Garten Eden das Kommen Gottes gewahrten.

Wer vor der Ehe lernt seine Triebe zu beherrschen, hat seinem Partner oder seiner Partnerin einen echten Liebesbeweis erbracht. Seine Selbstbeherrschung wächst dabei gewaltig. So können Mann wie Frau in der Ehe leichter treu sein. Auch in der Ehe kann man den Trieb nicht nach eigenem Willen ausleben. Der Liebesakt darf nur in gegenseitigem Einverständnis vollzogen werden. Im Warten aus Liebe wachsen unsere Geisteskräfte und das Einswerden wird zum besonderen Geschenk. Wer die Familienplanung auf die natürliche Empfängnisverhütung unter Berücksichtigung der empfängnisfreien Tage ausrichtet, erweist seiner Frau Achtung, Respekt und wahre Liebe.

Unser Glaube ist nicht geschlechtsfeindlich. Das Sich-Schenken ist die grösste Einheit zweier Wesen, wie es in der Bibel heisst „Und die Beiden werden ein Fleisch.“ Auch die Kräfte der Seele tauschen sich dabei aus. Dieses sich in Liebe und im Segen Gottes Sich-Schenken ist wichtig und stärkt die Bindung unter den Partnern. Es hilft auch Ungereimtes wieder in Harmonie zu bringen, vorausgesetzt, dass die Liebe im Alltag, die Nächstenliebe, stimmt und dass die gegenseitige Hochachtung jederzeit gewahrt bleibt. 

Sehr verhängnisvoll ist es, wenn Jugendliche alles geniessen, was in die Ehe gehört. So können sie echte Liebesfähigkeit gar nie aufbauen. Das Zusammensein wird gewöhnlich, die Partner und Partnerinnen wechseln und die seelischen Empfindungen werden abgestumpft. Dann werden Perversionen praktiziert. Wie viele Seelen werden dabei verletzt und Frauen oft zu Sklavinnen degradiert.
So vieles wäre noch zu sagen. Die Schutzengel sagen dies jedem ins Herz und du kannst es vernehmen, wenn du dich ehrlich öffnest und die Wahrheit immer besser leben willst. Das Zusammensein vor der Ehe ist keine Todsünde. Doch es ist und bleibt eine Beleidigung Gottes, wie dies St. Michael ausdrückte. Wer zusammenlebt darf die Messe besuchen, Gott um Verzeihung bitten und die Sakramente empfangen. Doch der Wille zur Besserung gehört dazu.

Warum wollen wir nicht nach reichlicher Prüfung, ob wir zusammenpassen, das Sakrament der Ehe eingehen und unseren Bund segnen lassen, dass für uns und unsere Kinder und ihre Kinder in alle Ewigkeit Segen sich entfalte und dadurch die Welt edler und wertvoller werde?

„Selbst der Gerechte fällt des Tages siebenmal“, sprach Christus. Dies soll uns allen Trost und Anlass zur Bescheidenheit und zur Vorsicht sein, andere nicht zu verurteilen. Wir haben mit unseren Fehlern genug zu tun. Ich kenne Menschen, die zusammenlebten, weil sie es nicht besser wussten und wunderbare Menschen sind und auch Gott danken für alles, was er ihnen schenkt. Weiter heisst es: „Gott liebt den Sünder, doch er verabscheut die Sünde.“ Mit ganzer Liebe sollen wir danach streben, Gott näher zu kommen und unsere Laster durch erübte Tugenden ersetzen aus freiem Willen. Der Glaube darf nie zur Zwangsjacke werden. Wenn wir etwas tun, weil wir Angst vor der Strafe haben, so  ist es nicht optimal. Aus freier Liebe zu Gott sollen wir uns Ihm unterordnen, dass wir dereinst in die Ordnung des Himmels wieder eingefügt werden können.

Die Schwingung der Musik durchflutet Leib, Seele und Geist. Musik hat allumfassende Wirkung auf jeden Menschen. Musik kann heilend, tröstend, belebend wirken. Musik kann uns auch aufreizen, anstacheln, zur Gewaltanwendung treiben und depressiv machen.

Zu verschiedenen Zeiten braucht der Mensch verschiedene Musik. Volksmusik, Volkslieder, geistliche Lieder, Kunstlieder, Klassische Musik, aber auch Jazz, Schlager usw. haben zur richtigen Zeit Berechtigung.

Zu laute, Gewalt verherrlichende Musik, Musik mit verzerrten Rhythmen und besonders mit negativen Texten sollen wir meiden, wenn wir nach Ordnung, Harmonie, Frieden, Glück und Freude streben.

Viele Experimente, auch solche mit der Wirkung von Musik auf Pflanzen haben deutlich gemacht, dass Musik grosse Wirkung zeigt im Guten wie im Schlechten.

Beethoven: «Von oben muss es kommen, das, was das Herz treffen soll. Sonst sind’s nur Noten.» Paul Kuhn: «Aus dem Geiste Gottes inspirierte Musik ist der Seele zur Nahrung.»

Ich begreife jedes, das raucht. Haben wir nicht alle nebst unseren Stärken auch Schwächen. Da steht es mir nicht zu, andere schlecht zu machen.

Wir sollen nicht nur auf das Rauchen verzichten, sondern auch auf unmässigen Alkoholkonsum, auf böses Reden, aufs Verleumden, aufs Fluchen, auf zu schnelles Fahren, auf ungehemmtes Ausleben der Sexualität. Wir sollen nicht lügen, nicht stehlen.

Wir Menschen sind Kinder Gottes und sollen durch unser Leben die Werke Gottes verkünden und verherrlichen. Mit all unseren Talenten sollen wir ein Segen sein.

Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit. Der Körper ist Träger, Hülle für Geist und Seele, eine gewaltige Schöpfung. Sein meist tadelloses Wirken ist staunenswert. «Gesunder Geist in einem gesunden Körper», besagt ein weiser Gedanke. Wenn ich meinen Körper schädige durch zu wenig Schlaf, durch Alkohol, durch zu vieles Essen, durchs Rauchen, so wird auch Geist und Seele früher oder später in Mitleidenschaft gezogen. Wir sind nur vernünftig und verantwortungsbewusst, wenn wir auch mit unserem Körper liebevoll und achtsam umgehen.

Das Wichtigste kannst du unter der Frage zum Rauchen nachlesen.

Oft sind Menschen, die dem Alkohol verfallen sind, von Natur aus sensible Wesen. Sie hatten zu wenig Selbstwertgefühl, erlebten zu wenig Zuwendung und Verständnis, mussten oft in früher Jugend zu viel Schweres in sich hinein fressen und damit ihre Seele belasten. So ist der Alkohol zum scheinbaren Seelentröster geworden. Im Rausch fühlen sie sich stark, gelöst von den drückenden Alltagsproblemen, einfach einmal für ein paar Stunden frei von allen Belastungen. Doch hernach ist alles noch schlimmer. - Alkohol ist keine Lösung, sondern eine Droge, die abhängig macht und unendlich viel Leid, Schmerz und Not bereitet.

Alkohol ist nicht grundsätzlich schlecht. Er ist ein Naturprodukt und kann in der richtigen Dosierung als Heilmittel eingesetzt werden. Alkohol darf auch als Genussmittel gekostet werden, wenn man Herr über das richtige Mass ist. Wer aber auch nur leicht gefährdet ist, sollte sich am besten ganz davon lösen. Das Blaue Kreuz, die Heilsarmee und viele andere Institutionen bieten Hilfe an.

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